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Leitfaden für Ärzte neu entwickelt
Hilfe bei häuslicher Gewalt
(14.11.2006)

Die Berichte über Gewalt an Kindern häufen sich. Jede vierte Frau wurde schon einmal Opfer körperlicher oder gar sexueller Übergriffe eines Beziehungspartners. Die Dunkelziffer häuslicher Gewalt ist hoch, denn kaum ein Opfer traut sich, das Leid öffentlich zu machen. „Häufig sind es Ärzte, die bei den öffentlichen Stellen auf die Situation aufmerksam machen. Darüber hinaus ist es aber im Sinne der Opfer auch wichtig, die Ursachen typischer Verletzungsbefunde in Klinik oder Praxis offen anzusprechen und im Interesse des Opfers standardisiert zu dokumentieren“, sagt Dr. Michael Reusch, Präsident der Ärztekammer Hamburg. „Nur so können Opfer auch zu einem späteren Zeitpunkt straf- oder familienrechtliche Ansprüche geltend machen.“

Für diese Aufgabe von Ärzten und Pflegepersonal ist der Leitfaden „Häusliche Gewalt“ vom gleichnamigen Arbeitskreis der Ärztekammer Hamburg entwickelt worden. Er gibt Hinweise zu Diagnostik, Dokumentation sowie zum Fallmanagement und beschreibt, welche Handlungsmöglichkeiten ein Arzt hat, der häusliche Gewalt erkennt oder vermutet. In Kooperation mit der Hamburger Initiative gegen Aggressivität und Gewalt (HIGAG), dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Techniker Krankenkasse sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg stellt die Kammer Ärztinnen und Ärzten den Ringbuchordner ab sofort kostenlos zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Ärzten, die Opfer häuslicher Gewalt betreuen.

Den Leitfaden finden Sie bei uns im Internet unter: http://www.aerztekammer-hamburg.de/diekammer/ausschuesse/haeusl_gewalt_arbeitskreis.htm


Pressestelle der Ärztekammer Hamburg
Telefon: 040/ 22 802 -434/-726
verantwortlich: Nicola Timpe


(14.11.2006)
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